Kultur erleben im Heidekreis

Berufsgeschichten aus dem Heidekreis

Heideresidenz im Sticht GmbH - Seniorenwohnheim in Neuenkirchen

Elfi Behling (Einrichtungsleiterin)Fr. Galonska: Warum wohnen Sie im Heidekreis? Was gefällt Ihnen hier?

Team Heideresidenz: Als Berlinerin habe ich in der Nähe des Heidekreises Urlaub gemacht und wenige Monate später habe ich mich entschlossen hier zu wohnen. Der Heidekreis liegt zentral zwischen den Metropolen. Wenn ich Trubel brauch, bin ich schnell in Hamburg, Hannover, Bremen. Hier im Heidekreis kann ich dafür abschalten – in wenigen Minuten bin ich in der Natur.

Fr. Galonska: Gefallen Ihnen bestimmte Veranstaltungen oder Orte besonders gut?

Team Heideresidenz: Letztlich haben wir hier, trotz der ländlichen Strukturen, alles vor Ort. Veranstaltungen gibt es reichlich. Von Schützenfesten über Adventsmärkte hin zu regionaltypischen Festen. Abends mal lecker Essen gehen ist hier gar kein Problem. Besondere Orte gibt es hier viele. Das bekannteste Ziel – auch für Touristen – ist der Wilseder Berg. Wir haben hier aber auch einige alte Bauten: Mühlen, Kloster, Kirchen.

Fr. Galonska: Was würden Sie Leuten, die hier hinziehen, empfehlen?

Team Heideresidenz: Lasst euch Zeit, die Leute kennen zu lernen. Da muss man dran bleiben und den Kontakt suchen, dann funktioniert es auch.  

Fr. Galonska: Was sollte ich für den Job in der Altenpflege mitbringen?

Team Heideresidenz: Jeder der sich für die Altenpflege entscheidet, muss mit Herz dabei sein und darüber hinwegsehen können, dass die Vergütung besser sein könnte. Ich sollte Spaß daran haben mit alten Menschen zusammen zu arbeiten. Das geht über das typische Bild der Körperpflege hinaus. Altenpflege ist weitaus mehr – sehr viel persönlicher. Vergessen sollte man nie, dass ich im Altenpflegeberuf auch mit dem Tod zu tun habe. Damit sollte ich umgehen können. Psychisch und physisch stabil sein, sind wichtige Eigenschaften.

Fr. Galonska: Was sind noch Voraussetzungen für den Pflegeberuf?

Team Heideresidenz: Empathie ist ganz wichtig. Während der Ausbildung und im Beruf muss ich die richtige Kombination aus Nähe und Distanz erlernen, d.h. ich darf mich nicht vereinnahmen lassen, aber gleichzeitig wünschen sich die BewohnerInnen ein offenes Ohr. Dafür kann ich auch spannende Lebensgeschichten kennenlernen. Die Zeit lassen wir uns auch für unsere BewohnerInnen.

Fr. Galonska: Was macht die Arbeit in der Altenpflege aus?

Team Heideresidenz: Anders als etwa in Krankenhäusern haben wir im Seniorenwohnheimen die Möglichkeit, eine Bindung zu unseren Bewohnerinnen und Bewohnern aufzubauen. Die BewohnerInnen sind eben nicht nur Patienten. Die Atmosphäre ist insgesamt familiärer. Die schönen Momente in diesem Beruf sind solche in denen ich die Dankbarkeit spüre. Das kann das kleine Lächeln auf dem Flur sein – die Bewohner strahlen zu sehen, macht mich selbst auch zufrieden. Schön ist es auch, wenn wir durch Angehörige Dank für die Fürsorge bekommen. Ein großer Vorteil ist, dass wir keine riesige Einrichtung sind. Wir sind kein typisches 200-Betten-Haus, sondern haben zur Zeit 43 Bewohner. Das bringt mit sich, dass ich mir die Gesichter zu den Namen merken und jede Bewohnerin und jeden Bewohner mit Namen begrüßen kann. Außerdem lassen wir uns Zeit für unsere BewohnerInnen.

Petra Furth (Pflegedienstleitung)Fr. Galonska: Was zeichnet die Ausbildung bei Ihnen aus?

Team Heideresidenz: Wir lassen uns nicht nur Zeit für unsere BewohnerInnen, sondern auch für unsere Auszubildenden. Wir achten darauf, dass unsere SchülerInnen eine gute Anleitung erhalten. In speziellen Fällen bieten wir Fachkräften auch eine Weiterbildung an. Die Heimleitung hat dafür immer ein offenes Ohr.

Fr. Galonska: Was empfehlen Sie Leuten, die sich für die Altenpflege interessieren?

Team Heideresidenz: Man sollte mindestens einen Monat Praktikum machen, bevor man in den Job einsteigt. So kann man nicht nur herausfinden, ob man für den Job geeignet ist, sondern auch das Team kennenlernen. Uns ist es wichtig geeignetes Personal in das Team zu holen. Natürlich kann nicht immer Harmonie herrschen. Jeder hat mal einen schlechten Tag, aber mal untereinander die Schichten tauschen, wenn der/die eine keine Zeit hat, sollte funktionieren.

Fr. Galonska: Wie sieht die Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus?

Team Heideresidenz: Wir haben im Team ein sogenanntes Wunschbuch. Dort können Wünsche bezüglich der Arbeitszeiten eingetragen werden. Im Normalfall  bekommen wir das so auch hin.